Traumasensible Ausbildung
Ausbildung in Trauma-Arbeit mit PNE (körper- und vagusnerv-orientiert)
Auf einen Blick
Über diese Ausbildung
PNE steht für körperbasierte Prozessarbeit, Nervensystemregulation und tiefgehende emotionale Integration zur Lösung von Trauma-, Stress- und Prägungsmustern. Die anderthalbjährige Ausbildung zum PNE-Practitioner ist hybrid (30 Mal online Montagabend, 5 Vor-Ort-Module bei München) und steht allen Interessierten offen (keine therapeutische Vor-Ausbildung nötig)
Bevorstehende Termine
Wo du übernachtest
Wo du sein wirst
Häufige Fragen
Die PNE-Ausbildung richtet sich sowohl an Menschen, die bereits therapeutisch oder beratend arbeiten, als auch an Menschen ohne therapeutische Ausbildung, die den Wunsch haben, ihre eigene Heilung und ihr Bewusstsein zu vertiefen. Sie verbindet intensive Selbsterfahrung mit fundierter Begleitungskompetenz und eröffnet einen tiefen Zugang zur Arbeit mit emotionalen, körperlichen und traumabezogenen Prozessen. Voraussetzung ist eine stabile innere Basis sowie die Bereitschaft, sich selbst ehrlich zu begegnen, Verantwortung für den eigenen Prozess zu übernehmen und gleichzeitig einen achtsamen, sicheren Raum für andere Menschen mitzutragen.
Wir arbeiten in einem wunderschönen Seminarhaus inmitten der Natur, welches wir als Gruppe ganz für uns haben. Wir werden dort liebevoll vegetarisch/vegan bekocht, teilweise mit Bio-Gemüse aus der eigenen Gärtnerei. Unsere Gastgeberin umsorgt uns nachmittags mit selbstgebackenem Kuchen. Bei unseren Präsenz-Modulen sorgen eine lange Mittagspause und freie Zeiten am Abend für eine gute Integration und Erholung. Abends treffen wir uns gerne am Lagerfeuer oder nutzen unseren stimmungsvollen Seminarraum zum Tanzen.
Online-Module über Zoom - insgesamt 30 2-stündige Unterrichtsstunden - 5 Blöcke á 2–9 Termine - Montags von 19-21 Uhr (mit einer kurzen Pause) - Webinar-Aufzeichnungen stehen auch nach Ende der Ausbildung noch zur Verfügung - Vermittlung von theoretischen Inhalten, lebendig und interaktiv gestaltet, im Wechsel mit begleiteten Übungen in Kleingruppen Präsenz-Module - 5 viertägige Präsenzmodule in einem Seminarhaus bei München - Schwerpunkt ist die von den Lehrern intensiv begleitete Kleingruppenarbeit mit PNE-Sitzungen - Raum für tiefe Selbsterfahrung, Reflexion und Integration - Tägliche Einheit mit verschiedenen Übungen aus der Körper-, Atem- und Stimmarbeit
1. Grundlagen zu Nervensystems und Trauma - Struktur und Funktion des autonomen Nervensystems (ANS) und des Vagusnervs - Was wir unter traumatischen Erfahrungen und Trauma-Integration verstehen - Zusammenhang zwischen traumatischen Erfahrungen und dem ANS - Unterscheidung zwischen Schocktrauma, Entwicklungstrauma und belastenden Lebenserfahrungen - Sprache des ANS & seine Verbindung zu Trauma 2. Bindung, Beziehung und innere Sicherheit - Grundlagen der Bindungstheorie - Auswirkungen frühkindlicher traumatischer Erfahrungen auf die Beziehung zu anderen, sich selbst und der Welt - Aufbau eines sicheren Beziehungs- und Prozessrahmens für Klient:innen - Empathie, Scham- und Schuldprozesse im Begegnungsraum - Containment und Halten von intensiven emotionalen Prozessen 3. Prozessbegleitung auf verschiedenen Ebenen - Begleitung auf somatischer, emotionaler und mentaler Ebene - Erkennen, welche Ebene im Prozess gerade Unterstützung benötigt - Vertiefung und Stabilisierung von Prozessen (durch gezielte Begleitung) - Erlaubnisräume für schambasierte Identifikationen und alte Schutzmuster - Prozessbegleitung von bewussten und impliziten traumatischen Erfahrungen - Differenzierung und Begleitung von Schock-, Entwicklungs- und transgenerationalem Trauma im Prozess 4. Körperbasierte und neurosomatische Arbeit - Einsatz neurosomatischer Körperpunkte zur Vertiefung des Zugangs zu unbewussten Mustern, impliziten Erinnerungen und Schaffen eines sicheren Raums - Somatische Zugänge zur Regulation des ANS - Übungen zur Selbstregulation des Vagusnervs
Die Methode PNE stammt aus dem Umfeld der Traumatherapie. Sie wurde über die letzten Jahrzehnte von der Amerikanerin Judith Johnson entwickelt, aufbauend auf den Ansätzen von Somatic Experiencing (nach Dr. Peter Levine) und Body-Electronics (nach Dr. John Ray) und im Einklang mit der Polyvagal-Theorie von Dr. Stephen Porges. PNE bedeutet: Psycho (Psyche): Eine sensible Begleitung um Erlebnisse und Lebensphasen zu integrieren, die uns überfordert haben. Erkennen und Auflösen der Prägungen und Glaubenssätze, die seitdem unbewusst unser Leben einschränken. Neuro (Nervensystem): Körper-Wahrnehmung als „Sprachrohr der Seele" in Verbindung mit der Pressur neuro-somatischer Reflexpunkte (siehe Energetics) führt zur Wiederherstellung der natürlichen Selbstregulation im autonomen Nervensystem und dem Auflösen von im Körper gespeicherter Trauma-Energie. Dadurch lösen sich viele körperlichen Symptome wie Stress, chronische Schmerzen, permanente Anspannung und eine chronische Über-Aktivierung des Nervensystems. Energetics (Energie): Durch die anhaltende Pressur neuro-somatischer Reflexpunkte (meist am Nacken) während der gesamten Sitzung wird eine Verbindung zu den Anteilen im Gehirn (limbisches System) hergestellt, in dem die Erinnerung an alte traumatische Erlebnisse oder belastende Lebensphasen (Schock- und Entwicklungs- bzw. Bindungs-Trauma) gespeichert sind, sowie die immer noch anhaltenden Reaktionen (Trigger) und Gefühle zu diesen, wie Stress oder Angst. In diesem Bereich sind auch unsere Lebens-Gefühle, Prägungen und Glaubenssätze verankert. Die Pressur der neuro-somatischen Reflexpunkte, verbunden mit der Aktivierung des ventralen Vagus-Nervs und des limbischen Systems, ermöglichen nicht nur einen vertieften Zugang zu diesen bewussten und unbewußten Grundlagen wie wir unser Leben leben und wie wir mit Situationen umgehen, sondern schaffen auch eine neuronale Basis um die belastenden Erinnerungen, Trigger, Lebens-Gefühle, Prägungen aufzulösen.
Du findest alle wichtigen Informationen auf unserer Homepage: https://www.psychoneuroenergetics.org/programm/